Die Erweiterung einer Arztpraxis, ob durch zusätzliche Behandlungsräume, neue Geräte oder eine zweite Betriebsstätte, erfordert eine solide Finanzierungsstrategie. Spezialisierte Banken wie die Apobank (Deutsche Apotheker- und Ärztebank) oder die Sparkasse Medizin bieten maßgeschneiderte Darlehen. Ergänzend kommen KfW-Förderprogramme infrage.

Hintergrund

Praxiserweiterungen werden üblicherweise über Investitionskredite mit Laufzeiten von 5 bis 15 Jahren finanziert. Die Apobank gilt als Marktführer für heilberufliche Finanzierungen und kennt die Besonderheiten des Arztberufs. Die KfW bietet unter dem Programm "ERP-Gründerkredit Universell" günstige Zinsen für Investitionen. Landesbürgschaftsprogramme können die Kreditvergabe erleichtern, wenn das Eigenkapital knapp ist. Alternativ kommen Sale-and-Lease-Back-Modelle für medizinische Geräte in Betracht. Steuerlich können Abschreibungen auf Praxisausstattung und Gebäude die Steuerlast senken. Die Erweiterung sollte im Zusammenhang mit der Praxisversicherung überprüft werden: Inventar, Haftpflicht und Betriebsunterbrechungsversicherung müssen angepasst werden.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Erstellen Sie vor der Finanzierungsanfrage einen detaillierten Businessplan mit Umsatzprognosen.
  • Vergleichen Sie Angebote von mindestens drei Banken, darunter Apobank und Hausbank.
  • Prüfen Sie KfW-Förderprogramme und Landesförderbanken auf Zuschüsse oder vergünstigte Darlehen.
  • Klären Sie steuerliche Auswirkungen der Investition mit Ihrem Steuerberater.
  • Passen Sie Ihre Praxisversicherungen (Inventar, Haftpflicht, Betriebsunterbrechung) nach der Erweiterung an.
  • Ärzteversichert hilft Ihnen, den Versicherungsschutz für Ihre erweiterte Praxis zu optimieren.

Quellen

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