Bei der Praxisausfallversicherung gibt es keinen universell besten Anbieter, da die optimale Wahl von Fachrichtung, Praxisgröße und individuellem Risikoprofil abhängt. Marktführende Anbieter für Arztpraxen sind unter anderem Allianz, Helvetia, Zurich und AXA, die alle spezialisierte Praxisausfallpolicen anbieten. Entscheidend ist weniger der Anbieter als vielmehr die Tarifgestaltung mit ausreichender Deckungssumme und kurzer Wartezeit.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Praxisausfallversicherung sichert laufende Praxiskosten bei krankheitsbedingtem Ausfall des Praxisinhabers
  • Deckungssumme sollte mindestens die monatlichen Fixkosten (Miete, Personal, Kredit) für 12 bis 24 Monate abdecken
  • Wartezeit (erste Tage ohne Leistung) und Leistungsdauer sind zentrale Vertragsparameter

Ausführliche Antwort

Die Praxisausfallversicherung ersetzt dem Praxisinhaber die laufenden Praxis-Fixkosten, wenn er krankheitsbedingt oder nach einem Unfall nicht arbeiten kann und kein Vertretungsarzt gefunden werden kann. Sie ergänzt die Berufsunfähigkeitsversicherung, die das persönliche Nettoeinkommen sichert. Ohne Praxisausfallversicherung laufen die monatlichen Personalkosten, Miete und Kreditraten auch dann weiter, wenn keine Einnahmen erzielt werden.

Die Deckungssumme sollte realistisch an die tatsächlichen Fixkosten angepasst werden. Bei einer mittelgroßen Praxis mit drei Mitarbeitern und eigenen Praxisräumen können monatliche Fixkosten von 15.000 bis 30.000 Euro entstehen. Die Versicherungsdauer wird häufig auf 12 oder 24 Monate begrenzt. Eine Karenzzeit (Wartezeit) von 42 Tagen ist üblich, kann aber gegen Mehrprämie auf 14 oder 21 Tage verkürzt werden.

Wichtige Unterscheidungskriterien beim Anbietervergleich sind: Leistungsauslöser (Krankheit, Unfall, Berufsunfähigkeit, Quarantäne), Mitversicherung einer qualifizierten Vertretungskraft, Einschluss von Sachschäden, die den Praxisbetrieb unterbrechen, sowie weltweiter Schutz bei Auslandsfortbildungen. Einzelne Anbieter schließen bestimmte Krankheitsbilder oder Vorerkrankungen aus, was beim Abschluss genau zu prüfen ist.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Eine zu niedrig angesetzte Deckungssumme führt im Schadensfall zur Unterversicherung. Ärzteversichert analysiert die tatsächlichen Praxis-Fixkosten und empfiehlt einen Tarif, der alle relevanten Kostenblöcke abdeckt und gleichzeitig die Prämienbelastung in einem vertretbaren Rahmen hält.

Quellen und weiterführende Informationen

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