Für die Praxisfinanzierung gilt die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) als erste Adresse in Deutschland. Sie versteht die spezifischen Bedürfnisse von Ärzten und bietet maßgeschneiderte Darlehen mit langen Laufzeiten und tilgungsfreien Anlaufjahren. Ergänzend bieten KfW-Programme günstige Zinsen.
Hintergrund
Eine Praxisgründung oder -übernahme erfordert in der Regel Investitionen zwischen 200.000 und über einer Million Euro, je nach Fachrichtung und Ausstattung. Die Apobank ist auf Heilberufe spezialisiert und versteht die unregelmäßigen Einnahmen junger Praxen. Neben der Apobank bieten auch Sparkassen mit heilberuflichen Abteilungen und Volksbanken Praxisfinanzierungen an. Die KfW stellt über das ERP-Gründerkredit-Programm zinsgünstige Darlehen bereit. Bürgschaftsbanken der Länder können Eigenkapitalschwäche kompensieren. Tilgungsfreie Anlaufjahre (in der Regel 1 bis 2 Jahre) helfen in der Aufbauphase. Wichtig ist eine sorgfältige Liquiditätsplanung: Kassenärztliche Abrechnungen erfolgen quartalsweise mit Verzögerung.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Erstellen Sie einen detaillierten Businessplan mit realistischen Umsatz- und Kostenprognosen.
- Holen Sie Angebote von mindestens drei Banken ein, darunter die Apobank.
- Prüfen Sie KfW-Förderprogramme gezielt auf Zuschüsse und Zinsvergünstigungen.
- Planen Sie ausreichend Liquiditätsreserve für das erste Jahr nach Praxiseröffnung ein.
- Berücksichtigen Sie Investitionen in Praxisversicherungen als Pflichtbestandteil der Finanzierungsplanung.
- Ärzteversichert begleitet Sie bei der Absicherung Ihrer Praxisfinanzierung.
Quellen
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Praxisfinanzierung
- KfW: ERP-Gründerkredit Universell
- KBV: Finanzierungstipps für Praxisgründer
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