Die Auswahl der richtigen Praxisverwaltungssoftware (PVS) hängt von Fachrichtung, Praxisgröße und individuellen Anforderungen ab. Marktführer in Deutschland sind CGM (CompuGroup Medical), Turbomed (Steria/Atos) und Medatixx. Für Mac-Nutzer ist Tomedo eine beliebte Option.

Hintergrund

Ein Praxisverwaltungssystem (PVS) übernimmt Patientenverwaltung, Terminplanung, Abrechnung mit KV und Privatliquidation sowie Dokumentation. Zertifizierungsanforderungen der Kassenärztlichen Vereinigungen müssen erfüllt sein. Die Einbindung in die Telematikinfrastruktur (TI) ist gesetzlich vorgeschrieben und muss vom PVS unterstützt werden. Wichtige Kriterien bei der Auswahl: fachgruppenspezifische Module, Benutzerfreundlichkeit, Schnittstellen zu Laborsystemen und Medizingeräten, Qualität des Supports und Updatefrequenz. Monatliche Kosten liegen je nach System und Praxisgröße zwischen 150 und über 500 Euro. Wechsel des PVS sind aufwändig und sollten sorgfältig geplant werden, da Datenmigration komplex ist.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Fordern Sie Testversionen aller in Frage kommenden Systeme an und testen Sie sie im Praxisalltag.
  • Informieren Sie sich bei Fachkollegen der gleichen Disziplin über Erfahrungen mit verschiedenen Systemen.
  • Achten Sie auf die KV-Zertifizierung und TI-Kompatibilität des Systems.
  • Prüfen Sie Support-Zeiten und Reaktionsgeschwindigkeit: Systemausfälle sind für eine Praxis kritisch.
  • Berücksichtigen Sie beim Systemwechsel Datenmigration und Schulungszeiten für das Team.
  • Ärzteversichert informiert über Cyberversicherungen, die auch PVS-Ausfälle absichern.

Quellen

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