Ärzte sind in der Regel Pflichtmitglieder im ärztlichen Versorgungswerk und zahlen keine gesetzliche Rentenversicherung. Da die Versorgungswerksrente oft nicht ausreicht, ist eine private Rentenversicherung eine sinnvolle Ergänzung. Empfehlenswerte Anbieter sind Debeka, Allianz, und Condor.
Hintergrund
Die Altersrente aus dem Versorgungswerk ersetzt in der Regel 60 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens, je nach Beitragsjahren und Anlageentwicklung. Die verbleibende Versorgungslücke sollte durch ergänzende Vorsorge geschlossen werden. Fondsgebundene Rentenversicherungen bieten höhere Renditechancen bei mehr Risiko, klassische Rentenversicherungen garantieren eine Mindestrente. Für Ärzte mit hohem Einkommen ist auch die Rürup-Rente (Basisrente) steuerlich attraktiv: Beiträge bis 25.639 Euro (2025, Alleinstehende) sind absetzbar. ETF-Sparpläne oder Fondspolicen ohne Versicherungsmantel bieten mehr Flexibilität und oft niedrigere Kosten. Die steuerliche Behandlung in der Auszahlungsphase (nachgelagerte Besteuerung) sollte in die Planung einbezogen werden.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Ermitteln Sie zunächst Ihre voraussichtliche Versorgungswerksrente und berechnen Sie die Versorgungslücke.
- Vergleichen Sie fondsgebundene und klassische Rentenversicherungen hinsichtlich Kosten und Flexibilität.
- Prüfen Sie die Rürup-Rente als steueroptimierte Alternative, besonders bei hohem Einkommen.
- Achten Sie auf niedrige Abschluss- und Verwaltungskosten: Diese reduzieren die Rendite erheblich.
- Nutzen Sie eine unabhängige Finanzberatung für Ärzte, um das optimale Produkt zu finden.
- Ärzteversichert vernetzt Sie mit spezialisierten Finanzberatern und prüft bestehende Rentenverträge.
Quellen
- Bundesverband Versorgungswerke
- Deutsche Rentenversicherung: Rürup-Rente
- Stiftung Warentest: Private Rentenversicherung im Test
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