Trotz Mitgliedschaft im Versorgungswerk besteht für die meisten Ärzte eine erhebliche Rentenlücke zwischen der zu erwartenden Rente und dem gewohnten Einkommen. Diese Lücke kann durch Rürup-Rente, ETF-Sparpläne, Immobilieninvestments oder fondsgebundene Lebensversicherungen geschlossen werden.
Hintergrund
Die Rentenlücke ergibt sich aus der Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen vor dem Ruhestand und der zu erwartenden Versorgungswerksrente. Bei einem niedergelassenen Arzt mit 100.000 Euro Jahreseinkommen und einer Versorgungswerksrente von 3.500 Euro monatlich beträgt die monatliche Lücke oft 3.000 bis 5.000 Euro. Die Lücke entsteht, weil das Versorgungswerk in der Regel nur 60 bis 70 Prozent des letzten Aktiveinkommens erreicht und das Rentenniveau im Alter steigt (höherer Freizeitbedarf, medizinische Kosten). Zur Schließung bieten sich an: Rürup-Rente (Steuervorteil in der Einzahlungsphase), betriebliche Altersvorsorge für angestellte Ärzte, Immobilien als Sachwertanlage, ETF-Sparpläne und fondgebundene Rentenversicherungen. Die optimale Strategie hängt vom Alter, Einkommen und der Risikotoleranz ab.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Berechnen Sie Ihre individuelle Rentenlücke auf Basis der aktuellen Versorgungswerksauskunft.
- Starten Sie die ergänzende Altersvorsorge möglichst früh: Der Zinseszinseffekt ist enorm.
- Nutzen Sie als Selbstständiger die Rürup-Rente für den maximalen Steuereffekt.
- Diversifizieren Sie über mehrere Anlageklassen (Versorgungswerk, Immobilien, Wertpapiere).
- Lassen Sie Ihre Altersvorsorgestrategie regelmäßig von einem unabhängigen Berater überprüfen.
- Ärzteversichert analysiert Ihre Rentenlücke und empfiehlt passende Lösungen.
Quellen
- Stiftung Warentest: Altersvorsorge für Selbstständige
- Deutsche Rentenversicherung: Rentenrechner
- Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →