Die Riester-Rente ist für die meisten Ärzte kein optimales Vorsorgeprodukt, da die staatliche Förderung nur gesetzlich Rentenversicherten zugutekommt. Niedergelassene Ärzte sind in der Regel Mitglieder eines berufsständischen Versorgungswerks und damit nicht gesetzlich rentenversichert, weshalb sie keine Riester-Zulage erhalten. Ausnahmen gelten für angestellte Ärzte in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Riester-Förderung steht nur gesetzlich Rentenversicherten zu
  • Niedergelassene Ärzte im Versorgungswerk sind in der Regel nicht förderberechtigt
  • Angestellte Ärzte mit gesetzlicher Rentenversicherungspflicht können Riester nutzen, aber Alternativen wie Rürup sind oft attraktiver

Ausführliche Antwort

Die Riester-Rente wurde für Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung konzipiert und bietet staatliche Zulagen sowie steuerliche Absetzbarkeit. Für Ärzte, die Mitglieder eines Versorgungswerks sind, greift diese Förderung nicht. Wer als niedergelassener Arzt in das Versorgungswerk einzahlt, sollte stattdessen die Basisrente (Rürup-Rente) prüfen, die steuerliche Vorteile bietet und für Selbstständige konzipiert ist.

Angestellte Ärzte, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, können grundsätzlich einen Riester-Vertrag abschließen. Hier sollten Fondsgebundene Riester-Produkte (Fondssparpläne) mit klassischen Rentenversicherungen verglichen werden. Fondsbasierte Produkte bieten langfristig höhere Renditechancen, aber auch Schwankungsrisiken. Wichtig ist ein transparentes Kostenmodell mit niedrigen Verwaltungskosten.

Für Ärzte in der gesetzlichen Rentenversicherung, die einen Riester-Vertrag prüfen, sollten folgende Anbieter verglichen werden: Fondssparpläne bei Direktbanken mit geringen Kosten, klassische Riester-Rentenversicherungen großer Lebensversicherer mit garantierter Rentenhöhe sowie Wohn-Riester für den Erwerb selbst genutzten Wohneigentums.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Vor dem Abschluss einer Riester-Rente sollte geprüft werden, ob die Förderberechtigung tatsächlich vorliegt. Ärzteversichert berät zur optimalen Altersvorsorgestrategie und erklärt, warum Rürup, Versorgungswerk und private Kapitalanlage für die meisten Ärzte die bessere Wahl sind.

Quellen und weiterführende Informationen

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