Der Schritt vom angestellten Arzt zum niedergelassenen Praxisinhaber ist einer der größten beruflichen Übergänge im Arztleben. Er erfordert neben der KV-Zulassung auch umfangreiche Vorbereitungen in den Bereichen Finanzierung, Versicherung, Praxisorganisation und Personalführung. Beratung durch KV, Apobank und spezialisierte Berater ist unverzichtbar.

Hintergrund

Wesentliche Schritte beim Übergang zur Niederlassung sind: Beantragung der kassenärztlichen Zulassung bei der Kassenärztlichen Vereinigung, Beantragung einer Bankfinanzierung (Apobank, Sparkasse), Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung, Abschluss von Praxissachversicherungen (Inventar, Betriebsunterbrechung), Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft (BGW), Anmeldung beim Finanzamt und Eintrag in das Arztregister. Parallel sind Praxisräume zu finden oder zu kaufen, Personal einzustellen und zu schulen sowie eine Praxissoftware einzurichten. Die psychologische Seite sollte nicht unterschätzt werden: Die Transformation vom angestellten Arzt zum Unternehmer erfordert neue Denkweise und Fähigkeiten.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung über die Zulassungsvoraussetzungen.
  • Stellen Sie den Versicherungsschutz von Tag 1 der Praxisöffnung sicher.
  • Eröffnen Sie ein Praxiskonto und planen Sie Liquiditätsreserven für die Anlaufphase.
  • Nutzen Sie Beratungsangebote der KV, der Apobank und von Unternehmensberatern für Heilberufe.
  • Planen Sie Altersvorsorge und Versicherungsschutz neu: Als Selbstständiger ändert sich vieles.
  • Ärzteversichert erstellt einen vollständigen Versicherungscheck für neu niedergelassene Ärzte.

Quellen

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