Professionelle Vermögensverwalter übernehmen die eigenständige Anlageentscheidung für ihre Kunden im Rahmen einer Vollmacht. Für Ärzte mit Vermögen ab ca. 500.000 Euro kann eine professionelle Vermögensverwaltung sinnvoll sein. Anbieter wie Flossbach von Storch, DJE Kapital und LIQID bieten entsprechende Dienstleistungen an.

Hintergrund

Vermögensverwalter unterscheiden sich von Finanzberatern dadurch, dass sie selbstständig Anlageentscheidungen treffen und nicht jeden Kauf oder Verkauf vorab abstimmen müssen. Die Kosten für professionelle Vermögensverwaltung liegen typischerweise zwischen 0,5 und 1,5 Prozent des verwalteten Vermögens jährlich. Die Registrierungs- und Zulassungspflicht bei der BaFin schützt Kunden vor unseriösen Anbietern. Digitale Vermögensverwaltungen (Robo-Advisor) wie Scalable Capital oder LIQID bieten kostengünstigere Alternativen für kleinere Vermögen. Für Ärzte mit Zeitknappheit bietet eine professionelle Vermögensverwaltung den Vorteil, keine eigene Anlagestrategie entwickeln und überwachen zu müssen. Erfolgsgebühren sind kritisch zu bewerten, da sie Interessenkonflikte schaffen können.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Prüfen Sie die BaFin-Zulassung jedes Vermögensverwalters vor Beauftragung.
  • Vergleichen Sie Kostenstrukturen: Verwaltungsgebühr, Performance-Fee und Transaktionskosten.
  • Fordern Sie Musterportfolios und Renditebelege der letzten 5 bis 10 Jahre an.
  • Klären Sie den Anlagefokus: Nachhaltigkeit, Risikobereitschaft, Anlagehorizont.
  • Für kleinere Vermögen: Robo-Advisor sind eine kostengünstige Alternative.
  • Ärzteversichert empfiehlt geprüfte Finanz- und Vermögensberater für Ärzte.

Quellen

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