Ärzte, die im Ausland tätig sind, an internationalen Kongressen teilnehmen oder häufig privat reisen, benötigen eine leistungsstarke Auslandskrankenversicherung. Die PKV schließt im Regelfall Behandlungskosten im Ausland ein, aber nicht immer vollständig. Für Langzeitaufenthalte oder Tätigkeiten in Entwicklungsländern sind spezielle Tarife erforderlich. Die Unterschiede zwischen den Tarifen sind erheblich.
Hintergrund
Standard-PKV-Tarife erstatten Behandlungskosten im Ausland nur in Höhe der deutschen Leistungssätze und häufig ohne Rücktransportkosten. Spezialisierte Auslandskrankenversicherungen von Anbietern wie ERGO, HanseMerkur, AXA oder der DKV decken medizinische Notfallversorgung, Krankenhausaufenthalte und Rücktransporte weltweit ab. Für Ärzte in der Entwicklungszusammenarbeit oder mit längeren Auslandsaufenthalten empfehlen sich Jahrestarife mit erweiterten Deckungssummen. Besonders wichtig: Achten Sie auf die Dauer des versicherten Auslandsaufenthalts (oft 42 bis 90 Tage pro Reise) und auf den Einschluss vorbestehender Erkrankungen.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Prüfen Sie, ob Ihr PKV-Tarif bereits Auslandsbehandlungen abdeckt, und welche Deckungssummen vorgesehen sind.
- Schließen Sie für Auslandsreisen über 6 Wochen oder in Länder mit hohen Behandlungskosten eine separate Jahrespolice ab.
- Achten Sie auf den Einschluss von Rücktransport und medizinisch bedingtem Umbuchungskosten.
- Für Einsätze in Krisengebieten oder der humanitären Hilfe sind spezielle Tarife oder Zusatzbausteine erforderlich.
- Ärzteversichert hilft Ihnen, die passende Auslandskrankenversicherung für Ihren individuellen Einsatzbereich zu finden.
Quellen:
- Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise
- Verband der privaten Krankenversicherung: Auslandsschutz
- Stiftung Warentest: Auslandskrankenversicherung im Test
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