In der privaten Krankenversicherung gibt es keine beitragsfreie Familienversicherung wie in der GKV. Jedes Familienmitglied braucht einen eigenen Vertrag, was die Gesamtkosten schnell erhöht. Der beste Tarif für Familien hängt von Alter, Gesundheitszustand und dem gewünschten Leistungsumfang der Kinder und des nicht berufstätigen Partners ab.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • PKV kennt keine beitragsfreie Mitversicherung: Jedes Kind und der Partner benötigen einen eigenen Vertrag
  • Kindertarife kosten je nach Anbieter zwischen 80 und 200 Euro monatlich pro Kind
  • Für nicht berufstätige Partner ist häufig ein Wechsel in die GKV oder ein günstigerer Basis-PKV-Tarif sinnvoll

Ausführliche Antwort

Für Kinder bieten alle größeren PKV-Unternehmen spezielle Kindertarife an, die im Vergleich zu Erwachsenenverträgen deutlich günstiger sind, da keine Altersrückstellungen aufgebaut werden müssen. Kindertarife beginnen oft bei 80 bis 120 Euro monatlich für einen Tarif mit Chefarztbehandlung und Einbettzimmer. Besonders günstige Konditionen gibt es, wenn der PKV-Hauptversicherte (Elternteil) ebenfalls bei demselben Unternehmen versichert ist, da viele Anbieter Rabatte von 10 bis 20 Prozent für Familienmitglieder gewähren.

Bei der Wahl des Kindertarifs spielen folgende Leistungsmerkmale eine Rolle: kieferorthopädische Leistungen (bis zu 80 Prozent sind je nach Tarif abgedeckt), Brillenleistungen (50 bis 200 Euro pro Jahr je nach Tarif) und stationäre Unterbringung der Eltern bei Kinderkrankenhausaufenthalt. Letztere wird von den GKV-Kindertarifen oft besser abgedeckt als von manchen PKV-Tarifen.

Für den nicht berufstätigen Partner ist die PKV-Eigenversicherung teurer als eine freiwillige GKV-Mitgliedschaft, wenn das Haushaltseinkommen die Beitragsbemessungsgrenze nicht erheblich übersteigt. Ein Vergleich beider Optionen sollte konkrete Monatsbeiträge und Leistungsunterschiede gegenüberstellen. Einige Anbieter wie AXA, Debeka oder DKV bieten günstige Partneroptionen, wenn der Hauptversicherte bereits im Haus versichert ist.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärztliche Familien sollten die Familienversicherung nicht auf Basis von Online-Tarifrechnern allein entscheiden, weil individuelle Gesundheitsfragen der Kinder die Annahme beeinflussen können. Ärzteversichert bietet eine neutrale Familienanalyse, die alle Mitglieder gemeinsam bewertet und den kostenoptimierten Mix aus PKV und GKV ermittelt.

Quellen und weiterführende Informationen

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