Für die PKV-Beitragsoptimierung gibt es keine universell "besten" Tarife, da die Wahl vom Alter, Gesundheitszustand, Einkommen und gewünschten Leistungen abhängt. Grundsätzlich bieten Tarife mit höherem Selbstbehalt, Effizienz-Tarifen (gute Leistung bei niedrigem Beitrag) und tarifinternen Wechseloptionen das größte Optimierungspotenzial.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Tarife mit jährlichem Selbstbehalt von 1.000 bis 2.000 Euro sparen signifikante Monatsbeiträge bei geringer Inanspruchnahme
  • Neue Bestandstarife der bestehenden PKV sind nach § 204 VVG oft günstiger als der aktuelle Tarif, ohne neue Gesundheitsprüfung
  • ETF-basierte Nettotarife ohne einkalkulierte Provision bieten langfristig die günstigsten Prämien

Ausführliche Antwort

Für Ärzte als gut verdienende PKV-Versicherte sind folgende Optimierungsansätze relevant: Erstens der tarifliche Selbstbehalt, der die monatliche Prämie erheblich senkt. Bei einem Arzt mit wenigen Arztbesuchen kann ein Selbstbehalt von 1.000 bis 2.000 Euro jährlich 100 bis 200 Euro monatliche Prämienersparnis bringen, wobei der Selbstbehalt die Gesamtkosten erst bei häufiger Inanspruchnahme übersteigt.

Zweitens der Tarifwechsel innerhalb der bestehenden PKV: Versicherte, die seit vielen Jahren in einem alten Tarif versichert sind, zahlen oft deutlich mehr als für einen vergleichbaren neuen Tarif desselben Versicherers. Nach § 204 VVG haben Versicherte das Recht auf Wechsel in einen Tarif mit gleichartigem Versicherungsschutz ohne neue Gesundheitsprüfung. PKV-Gesellschaften mit günstigen Bestandstarifen sind unter anderem Debeka, HUK-COBURG, Allianz und DKV.

Drittens Nettotarife ohne Abschlussprovisionen: Diese Tarife, die nur über Honorarberater erhältlich sind, haben keine einkalkulierten Provisionen und sind daher günstiger. Sie eignen sich besonders für junge Ärzte beim PKV-Neueintritt.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

PKV-Beitragsoptimierung bedeutet nicht automatisch Leistungskürzung. Ärzteversichert analysiert die bestehenden Tarife und findet Optimierungsmöglichkeiten, die zu keine Verschlechterung im Leistungsbereich führen, der für Ärzte als Patienten besonders wichtig ist.

Quellen und weiterführende Informationen

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