Ein gutes Praxisverwaltungssystem (PVS) ist das Rückgrat jeder Hausarztpraxis. Für Allgemeinmediziner sind ein breites Diagnosespektrum, schnelle Abrechnungsfunktionen nach EBM und GOÄ sowie eine übersichtliche Patientenverwaltung besonders wichtig. Die richtige Software erhöht die Effizienz und entlastet das Praxisteam spürbar. Die Marktführer bieten spezialisierte Module für die Allgemeinmedizin.
Hintergrund
Zu den in der Allgemeinmedizin verbreitetsten PVS gehören medatixx, Turbomed, CGM M1 Pro und Tomedo. Diese Systeme bieten umfangreiche Funktionen für die EBM-Abrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung, Karteiverwaltung, Dokumentation von Dauermedikationen, Überweisungsmanagement und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI). Für Hausarztpraxen mit DMP-Programmen (Disease Management Programme) für Diabetes oder Koronare Herzkrankheit sind integrierte DMP-Dokumentationsmodule wichtig. Die Kosten liegen je nach Anbieter und Umfang zwischen 200 und 600 Euro monatlich.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Testen Sie mehrere Systeme in Demos und lassen Sie Ihr MFA-Team in die Entscheidung einbeziehen.
- Achten Sie auf eine zertifizierte TI-Anbindung und eAU-Funktionalität.
- Prüfen Sie, welche DMP-Module im Standard enthalten sind und welche zusätzlich kosten.
- Fragen Sie nach der Qualität des Supports und nach lokalen Schulungsangeboten.
- Ärzteversichert berät Sie auch zur passenden Berufshaftpflichtversicherung als Allgemeinmediziner.
Quellen:
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Telematikinfrastruktur
- Bundesärztekammer: Praxissoftware
- Gematik: Zugelassene PVS-Systeme
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