Arbeitsmediziner haben besondere Anforderungen an ihre Praxissoftware: Betriebsärztliche Untersuchungen, Vorsorgeuntersuchungen nach dem ArbMedVV sowie die vertrauliche Dokumentation von Arbeitsmedizinischen Daten stehen im Vordergrund. Standardsysteme für die Kassenpraxis reichen hier oft nicht aus. Spezialisierte Module oder Systeme sind für arbeitsmedizinische Praxen empfehlenswert.
Hintergrund
Für Arbeitsmediziner relevante Softwareanforderungen sind: Vorsorgedokumentation nach ArbMedVV-Katalog (G-Untersuchungen), Betriebsarzt-Berichtsvorlagen, Anbindung an betriebliche Gesundheitsmanagementplattformen, Datenschutzkonforme Trennung von Arbeitsmedizinischen und klinischen Daten sowie Abrechnung nach DGUV und GOÄ. Anbieter wie TARMED, OCC Occupational Health Software oder spezialisierte Module von CGM und medibase decken diese Anforderungen ab. Die Kosten variieren je nach Unternehmensgröße und ob es sich um eine Einzelpraxis oder einen Betriebsärztlichen Dienst handelt.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Prüfen Sie, ob das System die aktuelle ArbMedVV-Vorsorgeliste vollständig abbildet.
- Achten Sie auf die datenschutzkonforme Trennung von personenbezogenen Gesundheitsdaten.
- Klären Sie die Kompatibilität mit Betriebsarzt-Verwaltungssystemen Ihrer Auftraggeber.
- Fragen Sie nach spezialisierten Schulungen für arbeitsmedizinische Dokumentationsprozesse.
- Ärzteversichert berät Arbeitsmediziner auch zu passenden Berufshaftpflichtlösungen für betriebsärztliche Tätigkeiten.
Quellen:
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: ArbMedVV
- Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin
- DGUV: Betriebsärztliche Betreuung
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