Augenärztliche Praxen haben sehr spezifische Anforderungen an ihre Praxissoftware. Die Integration ophthalmologischer Messgeräte, die Dokumentation von Sehprüfungsdaten, OCT-Befunden und Perimetrie-Ergebnissen sowie die Anbindung an Brillen- und Kontaktlinsen-Dokumentation sind zentrale Funktionen. Nicht jedes Standard-PVS bietet diese Fachrichtungsmodule in ausreichender Tiefe.
Hintergrund
Für Augenärzte relevante PVS-Systeme sind FIDUS Ophthalmologics, CGM M1 mit Augenarzt-Modul sowie Tomedo mit ophthalmologischer Erweiterung. Diese Systeme bieten Geräteanbindung über DICOM-Standard, integrierte Refraktionsdokumentation, Glaukom-Verlaufskurven, Laserbehandlungs-Dokumentation sowie die Abrechnung ophthalmologischer EBM-Ziffern. Besonders wichtig ist die Integration bildgebender Diagnostik wie OCT, FLA und Perimetrie direkt in die digitale Patientenakte. Die Kosten für fachspezifische Augenarztsysteme liegen üblicherweise etwas höher als bei Standardsystemen.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Testen Sie die DICOM-Anbindung Ihrer vorhandenen Geräte (OCT, Perimeter, Spaltlampe) mit dem PVS-Anbieter.
- Prüfen Sie, ob alle EBM-Ziffern der Augenheilkunde im System vollständig hinterlegt sind.
- Achten Sie auf gute Bilddarstellung und Vergrößerungsoptionen für Fundusfotografien.
- Fragen Sie nach Referenzpraxen, die das System bereits in der Augenheilkunde nutzen.
- Ärzteversichert berät Augenärzte auch zur passenden Berufshaftpflicht mit augenheilkundlichem Schwerpunkt.
Quellen:
- Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: Digitalisierung
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: PVS-Anforderungen
- Gematik: Zertifizierte Praxissysteme
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →