Neurologische Praxen haben sehr spezifische Anforderungen an ihre Praxissoftware. Die Integration von EEG-Geräten, EMG-Auswertungen, die Dokumentation von Schlaganfall-Verlaufskontrollen und die Abrechnung neurologischer EBM-Ziffern sind zentrale Funktionen. Standard-PVS reichen hier oft nicht aus. Spezialisierte Module ermöglichen eine effizientere und qualitäts gesichertere Dokumentation.
Hintergrund
Für Neurologen empfehlenswerte Systeme sind CGM M1 mit Neurologie-Modul, Tomedo mit neurologischer Erweiterung sowie spezialisierte Softwarelösungen wie Medovent. Diese Systeme bieten EEG/EMG-Geräteanbindung, strukturierte Befundvorlagen für häufige neurologische Erkrankungen (MS, Parkinson, Epilepsie), Verlaufsdokumentation mit Scoringtools (EDSS, NIHSS) sowie die Abrechnung neurologischer EBM-Leistungen. Für Neurologen mit Schmerzschwerpunkt sind Schmerztherapie-Dokumentationsmodule wichtig. Die Anbindung an Telemedizinplattformen für Botulinum-Therapie oder MS-Monitoring gewinnt an Bedeutung.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Testen Sie die EEG-Anbindung Ihrer vorhandenen Neurophysiologiegeräte mit dem PVS-Anbieter.
- Prüfen Sie die Verfügbarkeit neurologischer Scoringtools und standardisierter Befundvorlagen.
- Achten Sie auf eine übersichtliche Dauermedikationsverwaltung für Patienten mit komplexen Medikamentenplänen.
- Klären Sie die Kompatibilität mit spezialisierten Neurophysiologie-Auswertungsprogrammen.
- Ärzteversichert berät Neurologen zur passenden Berufshaftpflicht für die neurologische Praxis.
Quellen:
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinien
- Berufsverband Deutscher Neurologen: Praxisführung
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: EBM Neurologie
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