Notfallmediziner arbeiten in einem Umfeld, das maximale Geschwindigkeit und klare Dokumentation verlangt. Ob in der Notaufnahme oder als niedergelassener Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Die Software muss schnelle Eingaben, Triage-Unterstützung und eine übersichtliche Verlaufsdokumentation bieten. Klinische Notaufnahmesysteme und PVS für Bereitschaftspraxen unterscheiden sich erheblich.
Hintergrund
Für klinische Notaufnahmen sind spezialisierte Notfallmanagementsysteme wie IMESO iMDsoft, Medico oder SAP IS-H mit Notaufnahmemodul verbreitet. Für niedergelassene Notfallmediziner im KV-Bereitschaftsdienst sind dagegen mobile PVS-Lösungen oder webbasierte Systeme gefragt, die auf Tablets oder Notebooks offline-fähig funktionieren. CGM MEDISTAR und Tomedo bieten mobile Varianten für den Bereitschaftsdienst. Wichtige Funktionen sind: strukturierte Erstdokumentation, CEDIS-Triage, schnelle Diagnosecodierung nach ICD-10 sowie die Abrechnung von KV-Notfallziffern und GOÄ-Positionen.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Prüfen Sie für den Bereitschaftsdienst unbedingt die Offline-Fähigkeit des Systems.
- Achten Sie auf eine schnelle und intuitive Eingabemaske, die auch unter Zeitdruck funktioniert.
- Testen Sie die Kompatibilität mit Tablets und mobilen Endgeräten.
- Klären Sie, ob das System eine KV-Bereitschaftsdienst-Abrechnung vollständig unterstützt.
- Ärzteversichert berät Notfallmediziner zur passenden Berufshaftpflicht für klinische und prähospitale Notfallmedizin.
Quellen:
- Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin: Qualitätsstandards
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
- Gematik: Mobile TI-Anbindung
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