Nuklearmedizinische Praxen und Institute haben hochspezialisierte Anforderungen an ihre Software. Die Integration von Gammakamera-Systemen, SPECT- und PET-Bilddaten, Strahlenschutzdokumentation sowie die Verwaltung radioaktiver Substanzen erfordern spezialisierte Lösungen. Klassische Praxisverwaltungssysteme sind hier in der Regel unzureichend.
Hintergrund
Für die Nuklearmedizin relevante Softwarelösungen kombinieren typischerweise ein PACS-System (Picture Archiving and Communication System) mit einem RIS (Radiologisches Informationssystem) und einem PVS. Anbieter wie Philips Healthcare, Siemens Healthineers oder GE Healthcare bieten integrierte Lösungen. Für niedergelassene Nuklearmediziner sind Systeme wie CGM Clinical oder Orbis mit nuklearmedizinischen Modulen relevant. Die Dokumentation nach Strahlenschutzverordnung, Qualitätssicherungsmaßnahmen nach RöV sowie die Abrechnung nach GOÄ (nuklearmedizinische Leistungen) sind Pflichtfunktionen.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Prüfen Sie die Integration mit Ihren Kamera- und Rekonstruktionssystemen über DICOM-Schnittstellen.
- Achten Sie auf eine vollständige Strahlenschutzdokumentation nach aktueller Strahlenschutzverordnung.
- Vergewissern Sie sich über die Kompatibilität mit Ihrem Radiopharmazie-Managementsystem.
- Klären Sie die Abrechnungsunterstützung für nuklearmedizinische GOÄ-Positionen.
- Ärzteversichert berät Nuklearmediziner zur spezialisierten Berufshaftpflicht mit strahlenschutzrechtlichem Bezug.
Quellen:
- Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin: Qualitätsrichtlinien
- Bundesamt für Strahlenschutz: Strahlenschutzgesetz
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: GOÄ-Nuklearmedizin
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