Onkologische Praxen haben außerordentlich komplexe Dokumentationsanforderungen. Chemotherapiepläne, Tumordokumentation, Nebenwirkungsmonitoring, Krebsregistermeldungen und die Abrechnung onkologischer EBM-Leistungen (KV-Onkologie, BVOU) erfordern spezialisierte Module. Fehler in der Dokumentation können für Patienten schwerwiegende Folgen haben und für Ärzte erhebliche Haftungsrisiken bedeuten.
Hintergrund
Für onkologische Praxen geeignete Systeme sind ISH.Med (SAP) mit onkologischen Modulen, Onkostar, CGM M1 mit Onkologie-Erweiterung oder spezialisierte Lösungen wie medatixx-onco. Diese Systeme bieten: strukturierte Chemotherapieplanung mit Dosisberechnungen, Therapieprotokoll-Verwaltung, Nebenwirkungsdokumentation nach CTCAE, automatische Krebsregistermeldung sowie Überlebens- und Responsdokumentation. Die Abrechnung nach KV-Onkologie-Vereinbarung mit speziellen Ziffern und die GOÄ-Liquidation für Privatpatienten müssen vollständig unterstützt sein. Für Praxen mit Apotheke ist die Arzneimittelverwaltung für Chemotherapeutika relevant.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Prüfen Sie die Vollständigkeit der integrierten Chemotherapieprotokolle (nach AWMF-Leitlinien).
- Achten Sie auf automatische Dosisberechnungen auf Basis von Körperoberfläche oder Kreatinin-Clearance.
- Testen Sie die Schnittstelle zum Krebsregister Ihres Bundeslandes.
- Vergewissern Sie sich über die Abrechnungsunterstützung für die KV-Onkologie-Vereinbarung.
- Ärzteversichert berät Onkologen zur passenden Berufshaftpflicht mit onkologischem Haftungsschwerpunkt.
Quellen:
- Deutsche Krebsgesellschaft: Qualitätssicherung Onkologie
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Onkologie-Vereinbarung
- Nationales Krebsregister: Meldepflichten
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