Zahnarztpraxen haben spezifische Anforderungen an ihr Praxisverwaltungssystem (PVS): BEMA- und GOZ-Abrechnung, Röntgenintegration und Heil- und Kostenplan-Erstellung müssen nahtlos funktionieren. Marktführende Systeme sind Dampsoft, Evident (CGM), Charly und ivoris.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Dampsoft und Evident (CGM) sind die zwei größten Anbieter für Zahnarzt-PVS in Deutschland
  • Das PVS muss die TI-Anbindung (TI-Konnektor, KIM) und die ePA-Einbindung unterstützen
  • Die Kosten für ein Zahnarzt-PVS liegen je nach Größe und Modulumfang bei 200 bis 600 Euro monatlich

Ausführliche Antwort

Zahnarzt-PVS unterscheiden sich von allgemeinmedizinischen Systemen vor allem durch die integrierte BEMA- und GOZ-Abrechnung, die Verwaltung von Heil- und Kostenplänen (HKP), die Einbindung digitaler Röntgensoftware (z. B. Sidexis, Galaxis) und das Recall-Management für Prophylaxeinteralle.

Dampsoft DS-Win ist das meistgenutzte System in deutschen Zahnarztpraxen und zeichnet sich durch umfangreiche HKP-Verwaltung, einfache Abrechnung und gute Skalierbarkeit für Praxen mit mehreren Behandlern aus. Evident (CGM) bietet eine cloudbasierte Variante mit starker KIM-Integration. Charly überzeugt durch intuitive Bedienung und wird vor allem in kleineren Praxen geschätzt.

Bei der Systemauswahl sollten Zahnärzte die Schnittstellen zur Abrechnungssoftware (KZV-Abrechnung), zur Digitalen Volumentomographie und zu Dentalbildbearbeitungsprogrammen prüfen. Eine DSGVO-konforme Datenhaltung (Server in Deutschland) ist ebenfalls entscheidend.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Zahnarztpraxen sollten beim PVS-Kauf auf langfristige Updateverpflichtungen des Anbieters und eine verlässliche Hotline achten. Ärzteversichert empfiehlt, auch die Cyber-Versicherung nach einem PVS-Wechsel zu prüfen, da neue Systeme eigene IT-Sicherheitsanforderungen mitbringen.

Quellen und weiterführende Informationen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →