Versicherer teilen Ärzte bei der BU-Versicherung in verschiedene Risikoklassen ein, die den Beitrag maßgeblich beeinflussen. Fachrichtungen mit höherem körperlichem Risiko oder einer erhöhten psychischen Belastung werden in höhere Risikoklassen eingestuft. Die Einordnung variiert deutlich zwischen den Versicherern und kann über tausende Euro Beitragsdifferenz entscheiden.

Hintergrund

BU-Versicherer unterscheiden bei Ärzten typischerweise nach: Art der Tätigkeit (operativ vs. konservativ), körperlicher Belastung (z.B. manuelle Tätigkeiten), Infektionsrisiko (Umgang mit Blut und Körperflüssigkeiten) und psychischer Belastung. Chirurgen, Anästhesisten und Notfallmediziner werden oft in höhere Risikoklassen eingestuft und zahlen entsprechend mehr. Allgemeinmediziner oder Internisten mit rein konservativer Tätigkeit zahlen in der Regel weniger. Da die Einstufung zwischen Versicherern erheblich variiert, lohnt sich ein Vergleich. Einige Versicherer haben für Ärzte pauschal günstige Sonderkonditionen.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Vergleichen Sie die Risikoklasseneinstufung Ihrer Fachrichtung bei mehreren Versicherern.
  • Geben Sie Ihre konkreten Tätigkeiten im Antrag präzise an, da falsche Beschreibungen die Risikoklasse verfälschen.
  • Achten Sie darauf, ob Ihr Versicherer Ärzte pauschal günstig einstuft oder fachrichtungsspezifisch differenziert.
  • Überprüfen Sie Ihre Einstufung bei Tätigkeitswechsel (z.B. Wechsel von operativ zu konservativ).
  • Ärzteversichert kennt die Risikoklassensystematik aller relevanten BU-Anbieter und findet die günstigste Einstufung für Ihre Fachrichtung.

Quellen:

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