CEREC-Systeme ermöglichen die computergestützte chairside-Fertigung von Inlays, Kronen und Veneers innerhalb einer Sitzung und können die Patientenzufriedenheit sowie Praxisrentabilität steigern. Die Anschaffungskosten für ein vollständiges CEREC-System liegen zwischen 80.000 und 130.000 Euro. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark vom Privatpatientenanteil und der Fallzahl prothetischer Versorgungen ab. Eine fundierte Investitionsentscheidung erfordert eine detaillierte Rentabilitätsberechnung.

Hintergrund

CEREC-Systeme (Chairside Economical Restoration of Esthetic Ceramics) der Firma Dentsply Sirona sind der Marktführer bei CAD/CAM-Systemen für Zahnarztpraxen. Die Investition umfasst Intraoralkamera, CAD/CAM-Einheit und Schleifgerät. Steuerlich wird das System über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 8 bis 10 Jahren abgeschrieben (§ 7 EStG), bei kleineren Systemen ist unter Umständen eine Sonderabschreibung nach § 7g EStG möglich. Für die Finanzierung kommen Praxisdarlehen, Leasing oder KfW-Förderprogramme in Betracht. Die Praxis sollte für eine wirtschaftliche Auslastung mindestens 4 bis 6 chairside-Restaurationen pro Woche fertigen. Eine Geräteschutz- oder Maschinenversicherung schützt vor ungeplanten Ausfallkosten.

Praktische Hinweise für Zahnärzte

  • Berechnen Sie vor der Investition den Break-even auf Basis Ihres Privatpatientenanteils und der zu erwartenden Fallzahlen.
  • Vergleichen Sie Kauf, Leasing und Miete anhand der Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.
  • Nutzen Sie steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten und sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater über § 7g EStG.
  • Schließen Sie eine Maschinenversicherung oder Elektronikversicherung für das CEREC-System ab.
  • Ärzteversichert berät zur Praxisfinanzierung und kann passende Absicherungslösungen für teure Medizingeräte vermitteln.

Quellen:

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