Crowdinvesting ermöglicht es Ärzten, sich mit relativ kleinen Beträgen an Immobilienprojekten, Start-ups oder Medtech-Unternehmen zu beteiligen. Die Einstiegsschwellen liegen oft bei 500 bis 5.000 Euro, die Renditeversprechen häufig zwischen 5 und 10 Prozent jährlich. Das Risiko eines Totalverlustes ist jedoch real, da Crowdinvestments meist als nachrangige Darlehen strukturiert sind und im Insolvenzfall der Kapitalgeber nachrangig behandelt wird.

Hintergrund

Crowdinvesting-Plattformen wie Exporo, Engel & Völkers Digital Invest oder Companisto vermitteln Finanzierungen an Emittenten. Regulatorisch handelt es sich häufig um Vermögensanlagen nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) oder Wertpapiere nach dem Wertpapierprospektgesetz. Die BaFin überwacht die Zulassung der Plattformen. Steuerlich fallen Erträge unter die Abgeltungsteuer. Risiken umfassen Totalverlust bei Projektscheitern, fehlende Einlagensicherung, eingeschränkte Liquidität (kein Tageshandel möglich) und Plattformrisiko. Ärzte mit hohem Einkommen sollten Crowdinvestments allenfalls als kleinen Beimischungsanteil (maximal 5 Prozent des Portfolios) in Betracht ziehen. Kerninvestments sollten diversifiziert über breit gestreute ETF-Portfolios aufgebaut werden.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Begrenzen Sie Crowdinvestments auf maximal 5 Prozent Ihres Gesamtportfolios.
  • Prüfen Sie die BaFin-Zulassung der Plattform und lesen Sie das Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) sorgfältig.
  • Achten Sie auf die Nachrangigkeit des Darlehens und das Totalverlustrisiko.
  • Diversifizieren Sie über mehrere Projekte, statt das gesamte Budget in ein einziges Investment zu stecken.
  • Ärzteversichert empfiehlt, den Schwerpunkt der Altersvorsorge auf bewährte, regulierte Anlageformen zu legen.

Quellen:

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