Die Assistenzarztzeit ist finanziell herausfordernd: Das Gehalt liegt meist zwischen 4.000 und 5.500 Euro brutto monatlich, die Belastung ist hoch und die Zeit für Finanzplanung knapp. Genau jetzt jedoch sollten wichtige Weichen gestellt werden: Frühzeitige BU-Absicherung zu günstigen Konditionen, korrekte Versorgungswerk-Mitgliedschaft und erste Sparstrategien bilden die Grundlage für finanzielle Sicherheit in späteren Karrierephasen.

Hintergrund

Assistenzärzte sind ab dem ersten Arbeitstag pflichtmäßig im ärztlichen Versorgungswerk versichert und zahlen einen Pflichtbeitrag von 18,6 Prozent des Einkommens. Freiwillige Mehrzahlungen zum Versorgungswerk erhöhen spätere Rentenansprüche. Die BU-Absicherung sollte frühzeitig abgeschlossen werden, solange keine Vorerkrankungen bestehen: Junge Assistenzärzte erhalten günstigere Prämien und umfassendere Versicherbarkeit. Steuerlich sind Beiträge zur Altersvorsorge und Berufsausgaben absetzbar. Assistenzärzte mit Arbeitsverträgen ab einem Bruttojahresgehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2024: 69.300 Euro) können freiwillig in die PKV wechseln. Erste ETF-Sparpläne schon mit 200 bis 400 Euro monatlich legen den Grundstein für den langfristigen Vermögensaufbau.

Praktische Hinweise für Assistenzärzte

  • Schließen Sie frühzeitig eine BU-Versicherung ab, bevor Erkrankungen auftreten, die Ausschlüsse verursachen.
  • Prüfen Sie Ihre Versorgungswerk-Mitgliedschaft und -Beiträge und nutzen Sie ggf. Mehrzahlungsoptionen.
  • Starten Sie einen ETF-Sparplan mit einer Sparrate von mindestens 10 Prozent Ihres Nettoeinkommens.
  • Entscheiden Sie bewusst zwischen GKV und PKV auf Basis Ihrer Lebensplanung.
  • Ärzteversichert begleitet Assistenzärzte bei allen relevanten Finanzentscheidungen der frühen Karrierephase.

Quellen:

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