Fondsgebundene Rentenversicherungen (auch als Fondsrenten bezeichnet) kombinieren einen Versicherungsmantel mit einer Anlage in Investmentfonds oder ETF. Sie können steuerliche Vorteile in der Rentenphase bieten: Bei Verträgen mit mindestens 12 Jahren Laufzeit und Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr werden nur 50 Prozent der Erträge besteuert (Halbeinkünfteverfahren). Für Ärzte ist jedoch ein sorgfältiger Vergleich der Kostenstruktur mit einem direkten ETF-Depot zwingend.

Hintergrund

Der wesentliche Vorteil einer fondsgebundenen Rentenversicherung ist das Halbeinkünfteverfahren in der Rentenphase, das bei hohem Steuersatz erhebliche Steuerersparnis bringen kann. Nachteilig sind häufig hohe Kosten: Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Fondskosten können die Rendite erheblich schmälern. Policen mit reinen ETF-Investments (ETF-Rentenversicherungen) haben deutlich niedrigere Kosten. Im Vergleich zu einem direkten ETF-Depot entfällt bei der Rentenversicherung außerdem die Abgeltungsteuer auf laufende Erträge bis zur Rentenphase. Für Ärzte, die eine ergänzende Altersvorsorge neben dem Versorgungswerk aufbauen wollen, kann eine kostengünstige ETF-Rentenversicherung sinnvoll sein. Sie eignet sich weniger als alleinige Anlagestrategie.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Vergleichen Sie die Gesamtkostenbelastung (Effektivkosten) verschiedener Tarife.
  • Wählen Sie ausschließlich kostengünstige ETF-basierte Produkte mit einem TER unter 0,3 Prozent.
  • Berechnen Sie den steuerlichen Vorteil im Vergleich zu einem direkten ETF-Depot.
  • Beachten Sie die Mindesthaltedauer von 12 Jahren für das steuerliche Halbeinkünfteverfahren.
  • Ärzteversichert berät zur optimalen Altersvorsorgestrategie für Ärzte und vergleicht fondsgebundene Rentenversicherungen.

Quellen:

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