Honoraroptimierung ist für niedergelassene Ärzte ein legitimes und sinnvolles Ziel: Viele Praxen nutzen nicht alle abrechenbaren EBM-Leistungen, setzen GOÄ-Steigerungsfaktoren zu niedrig an oder erschließen IGeL-Potenziale nicht. Eine strukturierte Analyse der Abrechnungsdaten kann erhebliche Umsatzsteigerungen aufdecken, ohne gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Hintergrund

Honoraroptimierung im EBM-Bereich umfasst: vollständige Ausschöpfung von Grundpauschalen, arztgruppenspezifischen Zusatzpauschalen und qualifikationsgebundenen Zusatzziffern, DMP-Teilnahme für außerbudgetäre Vergütung, Prüfung von Einzelleistungen außerhalb des RLV sowie Optimierung des Fallzahlmixes. Bei der GOÄ-Abrechnung: korrekte Anwendung von Steigerungsfaktoren mit ausreichender Begründung, vollständige Abrechnung aller erbrachten Einzelleistungen, sachgerechte Analogbewertung neuartiger Leistungen. IGeL-Potential: erweiterte Vorsorge, ästhetische Leistungen, Reisemedizin, Sport-Tauglichkeitsuntersuchungen sind in vielen Fachrichtungen ausbaufähig. Abrechnungsdienstleister und Praxisberater können die Abrechnungsqualität durch systematische Analyse verbessern.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Lassen Sie Ihre Abrechnungsstruktur durch einen Abrechnungsberater analysieren und mit Fachgruppen-Durchschnittswerten vergleichen.
  • Prüfen Sie regelmäßig neue EBM-Ziffern, die für Ihre Fachrichtung relevant sein könnten.
  • Schulen Sie Ihr MFA-Team auf vollständige Dokumentation abrechnungsrelevanter Leistungen.
  • Entwickeln Sie ein strukturiertes IGeL-Konzept mit transparenter Patienteninformation.
  • Ärzteversichert berät zur wirtschaftlichen Praxisführung und kann Abrechnungsberater für Ärzte empfehlen.

Quellen:

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