Immobilien sind für Ärzte eine der beliebtesten Altersvorsorgeformen, da sie als sachwertbasiert, inflationsgeschützt und konkret erfahrbar gelten. Ob Eigennutzung oder Kapitalanlage (Vermietung) wirtschaftlich sinnvoller ist, hängt von Standort, Kaufpreis, Mietrendite und individuellem Steuersatz ab. Immobilien als alleinige Altersvorsorge sind riskant, weil sie schlecht diversifiziert sind und erhebliche Klumpenrisiken erzeugen.

Hintergrund

Für Ärzte bieten Immobilien als Altersvorsorge folgende Optionen: selbst genutzte Immobilie (Mietersparnis als implizite Rendite, Steuerfreiheit bei Verkauf nach Eigennutzung), vermietete Eigentumswohnung oder Mehrfamilienhaus (Mietrendite, Werbungskostenabzug, AfA), Gewerbeimmobilie (z.B. Praxisgebäude im Eigentum). Die Bruttorendite für vermietete Wohnimmobilien liegt in deutschen Großstädten aktuell bei ca. 3 bis 4 Prozent, die Nettorendite nach Kosten und Steuern oft darunter. Entscheidend ist der Kaufpreis-Miet-Verhältnis (Faktor): Über Faktor 30 (Kaufpreis = 30-fache Jahresnettomiete) sind Immobilien in der Regel teuer. Immobilien erfordern aktives Management (Mietersuche, Instandhaltung) und binden erhebliches Kapital. Die Kombination aus ETF-Portfolio und einer oder zwei Immobilien ist für Ärzte eine empfehlenswerte diversifizierte Altersvorsorgestrategie.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Berechnen Sie vor dem Kauf den Faktor (Kaufpreis geteilt durch Jahresnettokaltmiete) und achten Sie auf realistische Nettorendite.
  • Berücksichtigen Sie Instandhaltungskosten von ca. 1 Prozent des Immobilienwerts jährlich.
  • Finanzieren Sie Immobilien nicht vollständig auf Kredit, sondern mit mindestens 20 bis 30 Prozent Eigenkapital.
  • Diversifizieren Sie durch Kombination von Immobilien und ETF-Portfolio.
  • Ärzteversichert berät zur Absicherung von Immobilieninvestments und Risikoabsicherung.

Quellen:

Blog-Übersicht

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →