Immobilienfonds ermöglichen Ärzten, in Immobilien zu investieren, ohne direkt Eigentümer zu werden und ohne den damit verbundenen Verwaltungsaufwand. Sie bieten Diversifikation über viele Immobilien und Standorte, haben aber unterschiedliche Liquiditäts-, Kosten- und Risikeigenschaften je nach Fondstyp.
Hintergrund
Offene Immobilienfonds (z.B. Deka-ImmobilienEuropa, hausInvest) investieren in Gewerbeimmobilien und sind täglich handelbar, aber mit Mindesthaltedauer (24 Monate) und Rückgabefrist. Sie bieten Renditen von ca. 2 bis 4 Prozent bei geringer Volatilität. Immobilien-ETF (REITs, Real Estate Investment Trusts) sind börsengehandelt, hochliquide und hoch diversifiziert, aber auch volatiler als Direktimmobilien. Bekannteste REIT-ETFs: FTSE EPRA/NAREIT Developed Index. Geschlossene Immobilienfonds binden Kapital für 10 bis 20 Jahre, haben höheres Renditepotenzial aber auch höheres Risiko und sind für Ärzte wegen eingeschränkter Liquidität und Totalverlustrisiko nur als Beimischung geeignet. Für die meisten Ärzte bieten REIT-ETFs das beste Verhältnis aus Kosten, Liquidität und Diversifikation.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Bevorzugen Sie für langfristige Immobilienexposure kostengünstige REIT-ETF mit breiter Diversifikation.
- Prüfen Sie bei offenen Immobilienfonds die Mindesthaltedauer und Rückgabefristen.
- Verzichten Sie auf geschlossene Immobilienfonds ohne intensive Due-Diligence-Prüfung.
- Begrenzen Sie den Immobilienanteil im Portfolio auf 20 bis 30 Prozent.
- Ärzteversichert berät zur ganzheitlichen Vermögensstrategie und Diversifikation für Ärzte.
Quellen:
- Stiftung Warentest: Immobilienfonds und REITs
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Offene Immobilienfonds
- EPRA: European Public Real Estate Association
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