Ärzte, die ihr Fahrzeug beruflich nutzen, haben spezifische Anforderungen an die Kfz-Versicherung. Sowohl Hausärzte im Notfalldienst als auch Ärzte, die Patientenbesuche durchführen oder zwischen mehreren Standorten pendeln, sollten ihren Versicherungsschutz auf berufliche Nutzung prüfen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Berufliche Nutzung des Fahrzeugs muss explizit in der Kfz-Versicherung angegeben sein
  • Bei einem Unfall während der Dienstfahrt ohne korrekte Angabe kann der Versicherer die Leistung kürzen
  • Dienst- und Poolfahrzeuge der Klinik sind über den Arbeitgeber zu versichern

Ausführliche Antwort

Niedergelassene Ärzte, die Hausbesuche durchführen oder zwischen Praxis und ambulanten OP-Einrichtungen fahren, nutzen ihr Fahrzeug beruflich. Bei der Kfz-Versicherung muss die Nutzungsart korrekt angegeben werden: Neben der privaten Nutzung muss "Fahrt zur Arbeit" und gegebenenfalls "gewerbliche Nutzung" oder "berufliche Fahrten" gewählt werden. Wird bei einem Unfall auf Dienstfahrt festgestellt, dass die Nutzungsart im Vertrag nicht korrekt angegeben war, kann der Versicherer die Leistung teilweise verweigern oder eine Prämienanpassung rückwirkend fordern.

Für Ärzte mit Dienstfahrzeugen, die vom Arbeitgeber gestellt werden, läuft die Versicherung in der Regel über den Fuhrpark des Arbeitgebers. Nutzt ein Arzt das Dienstfahrzeug auch privat, ist zu klären, ob der private Anteil durch die Betriebspolice abgedeckt ist oder separat abgesichert werden muss.

Wichtig für Ärzte im Bereitschaftsdienst: Unfälle auf der Fahrt zum Notfalleinsatz können unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen, wenn die Fahrt im Rahmen einer ärztlichen Bereitschaftspflicht erfolgt. Trotzdem sollte eine ausreichende Kfz-Kaskoversicherung vorhanden sein.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzte sollten bei der nächsten Kfz-Versicherungsverlängerung prüfen, ob die Nutzungsangaben ihrem tatsächlichen Fahrtprofil entsprechen. Ärzteversichert kann im Rahmen einer Gesamtversicherungsanalyse auch die Kfz-Absicherung auf mögliche Lücken prüfen.

Quellen und weiterführende Informationen

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