Jeder Arzt, der eine eigene Praxis eröffnen möchte, braucht eine gründliche Niederlassungsvorbereitung. Diese beginnt idealerweise 12 bis 24 Monate vor dem geplanten Start. Zu den zentralen Aufgaben gehören: Zulassungsantrag bei der KV, Standortwahl, Finanzierungsplanung und Versicherungsabsicherung.
Hintergrund
Die Niederlassung als Vertragsarzt ist an Bedingungen geknüpft: Gebietsärztliche Qualifikation, Eintragung in das Arztregister, Nachweis der persönlichen Eignung und bei zulassungsbeschränkten Bereichen eine freie Kassenzulassung. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ist erste Anlaufstelle. Zusätzlich müssen Praxisräume angemietet oder gebaut, Geräte finanziert und Personal eingestellt werden. Dazu kommt die Absicherung gegen Berufsrisiken: Berufsunfähigkeit, Berufshaftpflicht und Praxisausfallversicherung sind unverzichtbar.
Häufig unterschätzt: Die Liquiditätsplanung für die Anlaufphase. Bis erste KV-Zahlungen eingehen, vergehen im Regelfall 3 bis 6 Monate.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Starten Sie frühzeitig mit dem Eintrag ins Arztregister Ihrer KV.
- Erstellen Sie einen detaillierten Businessplan mit Einnahme- und Liquiditätsplanung für die ersten drei Jahre.
- Sichern Sie sich vor der Eröffnung mit einer Berufshaftpflicht ab, die ab dem ersten Behandlungstag gilt.
- Prüfen Sie, ob eine Praxisübernahme wirtschaftlich günstiger ist als eine Neugründung.
- Ärzteversichert begleitet Niederlassungsgründer mit einem Rundum-Check aller erforderlichen Versicherungen.
Quellen:
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