Online-Terminbuchung ist für jede Arztpraxis relevant, die telefonische Terminanfragen reduzieren und gleichzeitig die Patientenzufriedenheit steigern möchte. Besonders stark profitieren Praxen mit hohem Terminvolumen und mehreren Fachbereichen.
Hintergrund
Digitale Terminbuchungstools ermöglichen es Patienten, rund um die Uhr Termine zu buchen, ohne die Praxis anzurufen. Das reduziert das Telefonaufkommen für das Praxisteam erheblich. Führende Anbieter in Deutschland sind DoctoLib, Jameda, mediDOC und arzttermine.de. Bei der Auswahl sind entscheidend: DSGVO-Konformität, Serverstandort in Deutschland, Integration in bestehende Praxisverwaltungssoftware und Möglichkeit zur Terminbestätigung per SMS.
Datenschutzrechtlich ist zu beachten, dass Terminbuchungsplattformen Auftragsverarbeiter im Sinne der DSGVO sind. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) muss abgeschlossen werden. Patientendaten dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Wählen Sie einen Anbieter mit nachweislichem DSGVO-Standard und Serverstandort in der EU.
- Schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ab, bevor Sie das System produktiv einsetzen.
- Konfigurieren Sie das System so, dass sensible Diagnosen nicht im Terminbeteff erscheinen.
- Informieren Sie Patienten im Rahmen Ihrer Datenschutzerklärung über die Nutzung des Online-Buchungstools.
- Ärzteversichert weist darauf hin: Datenschutzverletzungen können versicherungsrechtliche Folgen haben. Klären Sie Ihren Cyber-Schutz rechtzeitig.
Quellen:
- BfDI: DSGVO Auftragsverarbeitung
- KBV: Digitale Anwendungen in der Praxis
- Bundesdatenschutzbeauftragter: Gesundheitsdaten
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