Eine Praxiserweiterung ist für Ärzte sinnvoll, wenn die Nachfrage das aktuelle Angebot dauerhaft übersteigt, neue Leistungen angeboten werden sollen oder ein Praxispartner hinzukommt. Die Entscheidung sollte auf einer fundierten Wirtschaftlichkeitsrechnung basieren.

Hintergrund

Praxiserweiterungen können verschiedene Formen annehmen: Anmietung zusätzlicher Räume, Umbau bestehender Flächen, Anschaffung neuer Geräte, Einstellung weiterer Ärzte oder Angestellter. Jede Form erfordert eine sorgfältige Finanzplanung. Typische Fehler: Unterschätzung der Baukosten, fehlende Liquiditätsreserve für die Anlaufphase und mangelhafter Versicherungsschutz während der Bauphase.

Während eines Umbaus können spezifische Versicherungsrisiken entstehen: Bauleistungsversicherung, Bauherren-Haftpflicht und Sicherung der bestehenden Praxis gegen Ertragsausfall.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Erstellen Sie vor der Entscheidung eine Rentabilitätsrechnung: Amortisiert sich die Investition innerhalb von 5 bis 7 Jahren?
  • Sichern Sie die Bauphase mit einer Bauleistungsversicherung und einer Bauherren-Haftpflicht ab.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Praxisausfallversicherung auch während des Umbaus Ertragsausfall durch Betriebsunterbrechung abdeckt.
  • Informieren Sie Ihre KV über geplante Kapazitätserweiterungen, da dies abrechnungsrelevant sein kann.
  • Ärzteversichert berät zu Bau- und Umbauversicherungen für Arztpraxen.

Quellen:

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