Jeder Praxisinhaber braucht früher oder später einen Nachfolgeplan. Wer die Übergabe rechtzeitig plant, erzielt einen besseren Preis, zahlt weniger Steuern und sichert die Versorgungskontinuität für seine Patienten. Experten empfehlen, 5 bis 10 Jahre vor dem geplanten Ausstieg zu beginnen.
Hintergrund
Bei der Praxisnachfolge sind zu klären: Praxisbewertung (ärztlicher Goodwill, Sachwert), Suche nach einem Nachfolger (intern, extern, über KV-Börsen), steuerliche Gestaltung des Kaufpreises (Begünstigungen nach EStG §§ 16, 18), Kassenarztzulassungsübertragung und Mietvertragsübernahme. Der Prozess dauert in der Regel 1 bis 3 Jahre.
Typische Fehler: Zu spät beginnen, unrealistische Preisvorstellungen, fehlende steuerliche Vorbereitung und unvollständige Dokumentation (Patientenakten, Verträge).
Praktische Hinweise für Ärzte
- Beginnen Sie die Nachfolgeplanung spätestens 5 Jahre vor dem gewünschten Übergabetermin.
- Lassen Sie eine professionelle Praxisbewertung erstellen und kennen Sie den realistischen Marktwert.
- Klären Sie mit dem Steuerberater, wie der Veräußerungsgewinn optimal besteuert wird (§18 EStG Freibeträge).
- Nutzen Sie Nachfolgebörsen der KVen und Ärztekammern zur Nachfolgersuche.
- Ärzteversichert begleitet Praxisinhaber bei der Versicherungsübergabe: Was läuft weiter, was endet mit der Übergabe?
Quellen:
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