Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Einkommen, das ein Arzt im Ruhestand über sein Versorgungswerk erhält, und dem Betrag, den er für seinen gewünschten Lebensstandard benötigt. Diese Lücke ist bei vielen Ärzten erheblich, da Gewohnheitsausgaben hoch sind und PKV-Beiträge auch im Alter weiterlaufen.
Hintergrund
Das ärztliche Versorgungswerk zahlt durchschnittlich 60 bis 80 Prozent des letzten Nettoverdienstes. Wer also als niedergelassener Arzt 8.000 Euro netto verdient, erhält möglicherweise nur 4.800 bis 6.400 Euro Rente. Davon gehen PKV-Beiträge (oft 600 bis 1.000 Euro) und sonstige laufende Kosten ab.
Die Rentenlücke kann durch: private Rentenversicherungen, ETF-Sparpläne, Immobilien, betriebliche Altersvorsorge, Basisrente (Rürup) und Zeitwertkonten verringert werden. Je früher gegengesteuert wird, desto besser wirkt der Zinseszinseffekt.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Berechnen Sie Ihre konkrete Rentenlücke auf Basis der aktuellen Versorgungswerksauskunft.
- Starten Sie mit dem Schließen der Lücke möglichst früh in der Karriere.
- Nutzen Sie die steuerlich geförderte Basisrente (Rürup) als Hochverdiener zur Steuersenkung und Altersvorsorge.
- Erstellen Sie einen Sparplan, der ETF-Anlagen und Versicherungslösungen kombiniert.
- Ärzteversichert erstellt eine individuelle Rentenlückenanalyse und zeigt konkrete Lösungsoptionen auf.
Quellen:
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