Stationäre Leistungen in der PKV, insbesondere Chefarztbehandlung und Einbettzimmer, gehören zu den markantesten Unterschieden zwischen GKV und PKV. Für Ärzte sind diese Leistungen nicht nur für sich selbst relevant, sondern auch als Orientierungshilfe für die Patientenberatung. Wer wirklich von stationären Premiumleistungen profitiert, ist weniger selbstverständlich als oft angenommen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Chefarztbehandlung garantiert die Behandlung durch den leitenden Arzt der Abteilung, was bei komplexen Eingriffen sinnvoll sein kann
  • Das Einbettzimmer erhöht den Komfort und die Privatsphäre, ist aber kein Qualitätsmerkmal für die medizinische Versorgung
  • Die stationären Mehrleistungen erhöhen den PKV-Beitrag messbar, teils um 30 bis 50 Euro monatlich

Ausführliche Antwort

In der PKV können Versicherte zwischen verschiedenen Stufen stationärer Leistungen wählen. Die Vollversorgung mit Chefarztbehandlung, Einbettzimmer und freier Krankenhauswahl ist die umfangreichste Option, auch als "stationäre Wahlleistungen" bezeichnet. Diese Variante eignet sich für Versicherte, die im Ernstfall maximale Komfort- und Qualitätsansprüche stellen wollen und bereit sind, dafür monatlich mehr zu zahlen.

Für Ärzte selbst ist die Frage interessant, ob sie ihre eigene PKV mit stationären Wahlleistungen ausstatten sollen. Angesichts der beruflichen Vernetzung ist es häufig einfacher, im Ernstfall direkt Kontakt zu den behandelnden Kollegen aufzunehmen. Für Familienangehörige hingegen können stationäre Zusatzleistungen, insbesondere für Kinder, sinnvoll sein. Kostenbewusste Ärzte können auf den Komfortbaustein verzichten und stattdessen eine Krankenhauszusatzversicherung für Nicht-PKV-Versicherte empfehlen.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzte sollten ihren PKV-Tarif und die stationären Bausteine alle fünf Jahre überprüfen. Ärzteversichert analysiert, ob die gewählten stationären Leistungen noch dem aktuellen Bedarf entsprechen und ob ein interner Tarifwechsel Beiträge senken kann, ohne Leistungen zu verlieren.

Quellen und weiterführende Informationen

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