Tageskliniken führen komplexe Eingriffe durch, ohne Patienten stationär aufzunehmen. Dieses Modell spart Kosten, erhöht aber den Versicherungsbedarf erheblich, denn das Risikoprofil entspricht eher einem Krankenhaus als einer Arztpraxis.
Hintergrund
In einer Tagesklinik treffen mehrere Risikobereiche aufeinander: Betriebshaftpflicht für Behandlungsfehler, Inventarversicherung für kostspielige OP-Ausstattung, Betriebsunterbrechungsversicherung bei Ausfall und Cyberschutz für Patientendaten. Hinzu kommt die Haftung gegenüber Patienten, die nach Eingriffen entlassen werden und zu Hause Komplikationen entwickeln. Da mehrere Ärzte in einer Tagesklinik tätig sind, müssen alle Behandler in der Haftpflicht erfasst sein, sowohl angestellte als auch belegärztlich tätige Kollegen.
Eine Betriebsunterbrechungsversicherung ist besonders wichtig, weil ein Geräteausfall oder ein Brand den gesamten Operationsbetrieb lahmlegen kann. Die entgangenen Einnahmen sind oft erheblich.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Erstellen Sie einen vollständigen Inventarwert aller OP-Geräte für eine korrekte Versicherungssumme.
- Klären Sie, ob belegärztlich tätige Ärzte in Ihrer Betriebshaftpflicht oder separat versichert sind.
- Schließen Sie eine Betriebsunterbrechungsversicherung mit Deckung für Geräteausfälle und behördliche Schließungen ab.
- Prüfen Sie Ihren Cyberschutz: Patientendaten und OP-Planung sind sensible Ziele für Cyberangriffe.
- Ärzteversichert entwickelt maßgeschneiderte Versicherungskonzepte für ambulante Operationszentren und Tageskliniken.
Quellen:
- GKV-Spitzenverband: Ambulantes Operieren
- Bundesärztekammer: Ambulantes Operieren
- GDV: Betriebsunterbrechungsversicherung
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