In den letzten Berufsjahren steht für Ärzte nicht mehr der Aufbau neuer Risikopositionen im Vordergrund, sondern die Sicherung und Optimierung des bestehenden Vermögens. Kapitalerhalt, Steuerminimierung und geordnete Übergabe von Praxis und Depot stehen im Mittelpunkt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Letzten 5 bis 10 Berufsjahre sollten für Risikoreduzierung und Absicherung genutzt werden
  • Immobilienvermögen sollte auf Ertragswert überprüft und gegebenenfalls umgeschichtet werden
  • Depot-Entnahmestrategien sollten langfristig geplant werden

Ausführliche Antwort

Ärzte kurz vor dem Ruhestand, typischerweise im Alter von 55 bis 65 Jahren, haben oft ein diversifiziertes Vermögensportfolio aus Versorgungswerkansprüchen, Immobilien, Depot und möglicherweise dem Praxiswert. In dieser Phase gilt es, das Vermögen zu konsolidieren und auf die Entnahmephase vorzubereiten.

Der Aktienanteil im Depot sollte mit herannahendem Ruhestand schrittweise reduziert werden. Eine Faustregel lautet: Aktienquote = 100 minus Lebensalter. Ein 60-jähriger Arzt würde demnach 40 Prozent in Aktien halten. Anleihen und defensive Fonds übernehmen die Stabilisierungsfunktion. Gleichzeitig empfiehlt sich die Einrichtung eines Entnahmedepots, das monatliche Auszahlungen strukturiert.

Immobilien sollten auf Rentabilität geprüft werden: Erwirtschaftet das Objekt nach Steuern und Verwaltungskosten noch mindestens 3 bis 4 Prozent Mietrendite? Wenn nicht, kann ein Verkauf und die Umschichtung in ein Depot langfristig vorteilhafter sein.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzte vor dem Ruhestand sollten ihre gesamte Absicherung auf die Entnahmephase abstimmen. Ärzteversichert analysiert bestehende Versicherungsverträge und prüft, welche Policen im Ruhestand noch benötigt werden und welche aufgelöst oder angepasst werden sollten.

Quellen und weiterführende Informationen

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