Assistenzärzte befinden sich finanziell oft in einer Zwickmühle: Das Gehalt reicht für die Lebenshaltung und Studiumsschulden, aber für systematischen Vermögensaufbau bleibt wenig übrig. Dabei ist genau jetzt der beste Zeitpunkt für die ersten Investitionen.
Hintergrund
Der Zinseszinseffekt macht frühen Vermögensaufbau besonders wertvoll. Wer mit 30 Jahren 200 Euro monatlich investiert, hat bei 6 Prozent Rendite mit 60 Jahren deutlich mehr als jemand, der erst mit 40 Jahren beginnt, selbst wenn dieser höhere Beträge einzahlt. Für Assistenzärzte eignen sich kostengünstige ETF-Sparpläne besonders, da sie flexibel, günstig und langfristig ertragreich sind.
Parallel zum Kapitalaufbau ist die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit prioritär. Junge Ärzte zahlen niedrige Prämien und können ohne Vorerkrankungen gute Konditionen sichern. Die BU ist die wichtigste Versicherung in der Assistenzzeit. Versorgungswerk-Beiträge laufen automatisch, ergänzende private Altersvorsorge ist aber sinnvoll.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Beginnen Sie so früh wie möglich mit einem monatlichen Sparplan, auch kleine Beträge helfen.
- Setzen Sie auf kostengünstige ETFs mit breiter Diversifikation als Kerninvestment.
- Schließen Sie frühzeitig eine BU-Versicherung ab, solange Beiträge günstig und Gesundheitsprüfungen unkompliziert sind.
- Bauen Sie einen Notfallfonds von drei bis sechs Monatsgehältern auf, bevor Sie investieren.
- Ärzteversichert berät Assistenzärzte zu einem durchdachten Start in die finanzielle Absicherung.
Quellen:
- Bundesministerium der Finanzen: ETF und Investmentfonds
- Verbraucherzentrale: Geldanlage für Berufseinsteiger
- Deutsche Rentenversicherung: Rentenberechnung
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