Niedergelassene Ärzte sind gleichzeitig Unternehmer und Mediziner. Ihr Vermögensaufbau ist deshalb komplexer als bei Angestellten: Praxisvermögen, Privatvermögen und Altersvorsorge müssen sorgfältig strukturiert und voneinander getrennt werden.
Hintergrund
Ein häufiger Fehler niedergelassener Ärzte ist es, zu viel Kapital im Praxisbetrieb zu binden und zu wenig privat anzulegen. Die Praxis als Altersvorsorge zu betrachten ist riskant, da der Praxiswert bei Übergabe von vielen Faktoren abhängt und nicht garantiert ist.
Sinnvoller ist eine dreigliedrige Strategie: Versorgungswerk als Basisrente, private Altersvorsorge durch ETF-Portfolios oder Rürup-Rente und Immobilien als dritte Säule. Hinzu kommen betriebliche Optionen wie Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung in einer Praxis-GmbH. Die steuerliche Optimierung durch einen auf Ärzte spezialisierten Steuerberater ist unverzichtbar.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Trennen Sie Praxis- und Privatvermögen konsequent, auch buchhalterisch.
- Überprüfen Sie regelmäßig den Wert Ihrer Praxis als Teil der Altersvorsorgeplanung.
- Nutzen Sie Rürup-Renten oder andere steuerbegünstigte Formen zur Altersvorsorge.
- Klären Sie mit einem Steuerberater, ob eine Praxis-GmbH steuerliche Vorteile bietet.
- Ärzteversichert koordiniert Altersvorsorge, Absicherung und Investmentstrategien für niedergelassene Ärzte.
Quellen:
- Bundesministerium der Finanzen: Steuertipps für Selbständige
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Praxismanagement
- Verbraucherzentrale: Altersvorsorge für Selbständige
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