Anders als in der GKV, wo Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartner beitragsfrei mitversichert werden, zahlt man in der PKV für jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag. Das Alter ist dabei einer der wichtigsten Preisfaktoren, und die Beiträge steigen mit zunehmendem Lebensalter erheblich.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In der PKV zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen risikoadjustierten Beitrag, Kinder ab Geburt, Ehepartner unabhängig vom Beschäftigungsstatus
  • Kinder profitieren von niedrigen Eintrittsaltersprämien, der monatliche Beitrag eines Kindes unter 10 Jahren liegt je nach Tarif zwischen 80 und 200 Euro
  • Bei nicht-berufstätigen Ehepartnern können bei niedrigem Haushaltseinkommen GKV-Familienmitversicherung und PKV alternativ geprüft werden

Ausführliche Antwort

In der PKV steigen die Beiträge altersabhängig, weil ältere Versicherte statistisch mehr Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Ein Kind, das ab Geburt PKV-versichert ist, hat zunächst niedrige Beiträge. Im Erwachsenenalter steigen diese kontinuierlich. Ein 40-jähriger Erwachsener zahlt beispielsweise im Vergleich zum Eintrittsbeitrag des gleichen Tarifs mit 25 Jahren oft 40 bis 70 Prozent mehr.

Ärzte, die selbst PKV-versichert sind, müssen für ihre Familie separate PKV-Verträge abschließen. Je nach Familienform kann das deutlich teurer sein als eine GKV-Familienmitversicherung. Eine Faustregel: Bei zwei Kindern und einem berufstätigen Ehepartner (ebenfalls PKV-pflichtiger Verdiener) zahlt eine Arztfamilie leicht 1.500 bis 2.500 Euro monatlich für die gesamte Familienversicherung. Diese Kosten sollten bei der Gesamtfinanzplanung berücksichtigt werden.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Die PKV-Beiträge steigen nicht linear, sondern sprunghaft in bestimmten Altersgruppen. Ärzteversichert berät Ärztehaushalte bei der Optimierung der Familienversicherung und prüft, welche Kombination aus PKV und ggf. GKV für nicht-erwerbstätige Familienangehörige wirtschaftlich sinnvoller ist.

Quellen und weiterführende Informationen

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