Das Alter ist der wichtigste Faktor für die Prämienhöhe in der privaten Krankenversicherung. Je älter der Einsteiger, desto höher die monatliche Prämie, da die Altersrückstellungen weniger Zeit haben, sich aufzubauen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine 25-jährige Ärztin zahlt für einen vergleichbaren PKV-Tarif oft 40 bis 60 Prozent weniger als eine 40-jährige
  • Wer die PKV erst ab 35 oder 40 abschließt, zahlt höhere Prämien und kann die Altersrückstellungen nicht mehr vollständig aufbauen
  • Jedes Jahr des Wartens erhöht die Lebensgesamtkosten in der PKV um mehrere tausend Euro

Ausführliche Antwort

Die PKV-Prämie basiert auf dem Risikoprofil zum Zeitpunkt des Abschlusses. Da das Gesundheitsrisiko mit dem Alter steigt und die Altersrückstellungen, die die Prämien im Alter dämpfen, weniger Zeit haben sich aufzubauen, sind die Einstiegsprämien für ältere Versicherte deutlich höher.

Konkret: Eine 25-jährige Ärztin ohne Vorerkrankungen zahlt für einen gut ausgestatteten PKV-Tarif etwa 280 bis 380 Euro monatlich. Dieselbe Ärztin mit 40 Jahren zahlt für einen vergleichbaren Tarif 500 bis 700 Euro, selbst wenn sie gesund ist. Der Unterschied erklärt sich durch die geringere Zeit, die für den Aufbau von Altersrückstellungen verbleibt, und durch die höhere statistische Schadenwahrscheinlichkeit in höherem Alter.

Beim Tarifwechsel innerhalb derselben Gesellschaft (nach § 204 VVG) können Versicherte die aufgebauten Altersrückstellungen mitnehmen. Ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft ist jedoch nur mit einer neuen Gesundheitsprüfung möglich, was im Alter problematisch sein kann.

Worauf Ärzte beim PKV-Vergleich besonders achten sollten

Ärzteversichert empfiehlt, den PKV-Abschluss nicht auf die lange Bank zu schieben. Jedes Jahr des Wartens verteuert den Gesamtaufwand erheblich. Wer bereits in der PKV ist, sollte prüfen, ob ein interner Tarifwechsel zu günstigeren Konditionen möglich ist.

Quellen und weiterführende Informationen

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