Die Facharztprüfung ist ein wichtiger Meilenstein, der mit finanziellen Kosten und einer teils reduzierten Arbeitsfähigkeit in der Vorbereitungsphase verbunden ist. Viele angehende Fachärzte unterschätzen die Gesamtkosten und planen die Liquidität in dieser Phase nicht ausreichend. Eine realistische Kalkulation ist entscheidend.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Prüfungsgebühren der Ärztekammern liegen je nach Fachrichtung zwischen 200 und 600 Euro
  • Vorbereitungskurse (z. B. für Innere Medizin oder Chirurgie) kosten zusätzlich 300 bis 2.000 Euro
  • In der intensiven Vorbereitungsphase reduzieren viele Assistenzärzte freiwillig Dienste, was das Einkommen kurzfristig senkt

Ausführliche Antwort

Die finanzielle Vorbereitung auf die Facharztprüfung beginnt idealerweise sechs bis zwölf Monate vor dem geplanten Prüfungstermin. Neben den direkten Prüfungsgebühren entstehen Kosten für Fachliteratur, Online-Lernplattformen (z. B. Amboss, mit Jahresbeitrag von rund 300 Euro) und teils mehrtägige Prüfungsvorbereitungskurse der Fachgesellschaften. Reise- und Übernachtungskosten für auswärtige Prüfungen kommen hinzu.

Wer in der Vorbereitungsphase Dienste reduziert oder Urlaub nimmt, verliert temporär Einnahmen aus Bereitschaftsdienstvergütungen. Für viele Assistenzärzte macht die Dienstvergütung 500 bis 1.500 Euro monatlich aus. Ein Notgroschen von mindestens zwei Monatsgehältern ist daher sinnvoll. Viele Kliniken übernehmen auf Antrag die Prüfungsgebühren und gewähren bezahlten Sonderurlaub für die Prüfung selbst. Dies sollte frühzeitig mit dem Chefarzt besprochen werden.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Angehende Fachärzte sollten in der Vorbereitungsphase auch ihre Berufsunfähigkeitsversicherung überprüfen, da der Facharztstatus die Einstufung in der BU verbessern kann. Ärzteversichert bietet eine kostenlose Beratung, ob und wann eine Anpassung der bestehenden BU-Police sinnvoll ist.

Quellen und weiterführende Informationen

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