Die Facharztprüfung in der Psychiatrie und Psychotherapie dauert in Deutschland in der Regel ein strukturiertes mündliches Prüfungsgespräch von 45 bis 60 Minuten vor einer Prüfungskommission der Landesärztekammer. Eine gezielte Vorbereitung über sechs bis zwölf Monate vor dem Termin ist empfehlenswert.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Weiterbildungszeit: mindestens 60 Monate, davon 12 Monate in Neurologie
  • Prüfungsschwerpunkte: ICD-Klassifikation, Psychopharmakologie, Krisenintervention, Gutachtenwesen
  • Selbststudium, Fallkonferenzen und Repetitoriumskurse sind bewährte Vorbereitungsformate

Ausführliche Antwort

Die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern schreiben für die Psychiatrie und Psychotherapie eine Mindestweiterbildungszeit von 60 Monaten vor, davon mindestens 12 Monate in der neurologischen Weiterbildung. Inhaltlich umfasst die Prüfung psychiatrische Diagnostik nach ICD-10/ICD-11, Behandlungsleitlinien der DGPPN, forensische Psychiatrie und gutachterliche Tätigkeit.

Bewährte Vorbereitungsstrategien sind der systematische Durchgang anhand der Weiterbildungsordnung, regelmäßige Fallbesprechungen im Team sowie strukturierte Repetitorien, wie sie von Ärztekammern oder privaten Anbietern angeboten werden. Praktisch empfehlenswert ist das Durcharbeiten kommentierter Falldatenbanken und die Simulation von Prüfungsgesprächen mit Kollegen.

Ergänzend sollten angehende Fachärzte Kenntnisse in der sozialen Psychiatrie, Suchtmedizin und neuropsychologischen Diagnostik sicherstellen, da diese Bereiche in Prüfungen regelmäßig abgefragt werden. Ein Logbuch über alle Weiterbildungsinhalte, das der Weiterbilder gegenzeichnet, ist Pflichtdokument und sollte vollständig geführt werden.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Wer kurz vor der Facharztprüfung steht, sollte auch die berufliche Absicherung nicht vernachlässigen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte spätestens mit Prüfung abgeschlossen sein, da die Beiträge mit zunehmendem Alter steigen. Ärzteversichert berät zu günstigen Einstiegstarifen für Assistenzärzte in der Weiterbildung.

Quellen und weiterführende Informationen

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