Die Facharztprüfung Orthopädie und Unfallchirurgie schließt eine sechsjährige Weiterbildung ab. Die mündliche Prüfung vor der Landesärztekammer umfasst traumatologische Notfallversorgung, operative Versorgung von Frakturen und Rekonstruktionen sowie orthopädische Erkrankungen. Das OP-Logbuch muss vollständig geführt sein.

Hintergrund

Unfallchirurgen müssen in der Prüfung Kenntnisse in der Akutversorgung von Polytraumata, Frakturklassifikationen, AO-Osteosyntheseprinzipien und endoprothetischen Verfahren nachweisen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) bietet Vorbereitungskurse und Fallsammlungen an. Besonders wichtig sind die aktuellen ATLS-Kenntnisse. Fallbesprechungen in der Klinik und die Simulation von Notfallszenarien sind wertvoll.

Praktische Hinweise für Ärzte

Führen Sie Ihr OP-Logbuch lückenlos und bereiten Sie sich auf typische Prüfungsfälle vor. Nutzen Sie ATLS-Kurse und Fortbildungen der DGOU. Ärzteversichert empfiehlt Unfallchirurgen, bereits während der Weiterbildung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, da das operative Berufsbild manuelle Fähigkeiten voraussetzt und ein Händeverlust oder eine Rückenerkrankung die Berufsfähigkeit langfristig beeinflussen kann.

Quellen

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