Die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) ist mit erheblichem Kapitalbedarf verbunden. Neben Praxisausstattung und IT-Infrastruktur fallen Anlaufverluste, Personalkosten und ggf. der Erwerb von Kassensitzen ins Gewicht. Eine solide Finanzierungsplanung ist unabdingbar.

Hintergrund

MVZ können von Vertragsärzten, Krankenhäusern und anderen zugelassenen Einrichtungen gegründet werden. Die Gründungskosten variieren je nach Größe und Fachrichtungen erheblich. Neben Eigenkapital sind Bankdarlehen und KfW-Förderkredite typische Finanzierungsquellen. Investoren wie Private-Equity-Gesellschaften spielen bei größeren MVZ eine zunehmende Rolle. Die Kassenzulassungen für angestellte Ärzte müssen von der KV genehmigt werden. Ein detaillierter Businessplan ist Voraussetzung für die Bankfinanzierung.

Praktische Hinweise für Ärzte

Erstellen Sie einen realistischen Businessplan mit Finanzplanung für mindestens drei Jahre. Holen Sie Finanzierungsangebote von verschiedenen Banken ein und prüfen Sie KfW-Förderprogramme. Ärzteversichert empfiehlt, von Beginn an ein vollständiges Versicherungskonzept für das MVZ aufzubauen, das Berufshaftpflicht für alle angestellten Ärzte, Betriebsunterbrechungsversicherung und Inventarschutz umfasst.

Quellen

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