Der Ärztemangel auf dem Land ist ein wachsendes Problem. Viele Bundesländer haben Landarzt-Förderprogramme aufgelegt, die Medizinstudenten Stipendien gegen Verpflichtung zur Niederlassung in unterversorgten Regionen bieten. Für Niedergelassene gibt es außerdem Sonderbedarfszulassungen.
Hintergrund
Einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Brandenburg haben Landarztprogramme mit Stipendien von bis zu 3.000 Euro monatlich eingeführt. Im Gegenzug verpflichten sich Stipendiaten zur Niederlassung als Allgemeinmediziner in unterversorgten Regionen für meist fünf bis zehn Jahre. Darüber hinaus können Ärzte in unterversorgten Gebieten von erleichterten Zulassungsvoraussetzungen profitieren. Finanzielle Förderungen durch KVen und Gemeinden ergänzen das Angebot.
Praktische Hinweise für Ärzte
Informieren Sie sich bei Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung über aktuelle Förderprogramme für Landärzte. Kalkulieren Sie die Verpflichtungsdauer realistisch und planen Sie Versicherungsschutz und Praxisfinanzierung frühzeitig. Ärzteversichert unterstützt Landärzte beim Aufbau eines vollständigen Versicherungskonzepts und berät zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten.
Quellen
- KBV: Landarzt-Förderprogramme
- Bundesärztekammer: Landarztmangel und Förderung
- GKV-Spitzenverband: Versorgung im ländlichen Raum
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