Antibiotikaresistenzen entstehen, wenn Bakterien genetische Veränderungen entwickeln, die sie gegen Antibiotika-Angriffe schützen. Die Zunahme resistenter Erreger ist eine der größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem und erfordert einen verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatz in der Arztpraxis.
Hintergrund
Resistenzmechanismen umfassen die Produktion von Beta-Laktamasen, Veränderungen der Zellwand oder aktive Ausschleusung von Antibiotika. Multiresistente Erreger wie MRSA, ESBL-bildende Enterobacteriaceae und VRE sind in Kliniken und zunehmend auch ambulant ein Problem. Die Antibiotika-Stewardship-Initiative der Bundesregierung zielt darauf ab, den Antibiotikaeinsatz zu optimieren und Resistenzentwicklungen zu verlangsamen. Ärzte sind verpflichtet, rationalen Antibiotikaeinsatz zu praktizieren.
Praktische Hinweise für Ärzte
Verschreiben Sie Antibiotika nur nach gesicherter Indikation und nutzen Sie Leitlinien der AWMF für die rationale Antibiotikatherapie. Nehmen Sie an Antibiotika-Stewardship-Programmen teil und schulen Sie Ihr Team. Ärzteversichert empfiehlt, auch die Berufsrechtlichen Aspekte der Verordnung im Blick zu behalten, da fehlerhafte Verschreibungen zu Haftpflichtforderungen führen können. Eine ausreichende Berufshaftpflicht schützt Sie.
Quellen
- Robert Koch-Institut: Antibiotikaresistenzen
- Bundesministerium für Gesundheit: Antibiotikastrategie
- KBV: Antibiotika-Verordnung in der Praxis
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