Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) wird im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Bundesgesundheitsministeriums schrittweise zur zentralen Zugangskarte für die elektronische Patientenakte (ePA) weiterentwickelt. Das eGK-Update betrifft sowohl Versicherte als auch Arztpraxen technisch und organisatorisch.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • eGK dient ab 2025 als Schlüssel für den Zugang zur ePA und andere TI-Anwendungen
  • Praxen benötigen aktuelle Kartenlesegeräte (eHealth-Kartenterminals) für die Authentifizierung
  • Versicherte erhalten von ihrer Krankenkasse eine neue eGK mit RFID-Chip und NFC-Funktion

Ausführliche Antwort

Die eGK wurde ursprünglich als reiner Versicherungsnachweis eingeführt. Mit der schrittweisen Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) übernimmt sie seit 2021 zunehmend Authentifizierungsaufgaben: Sie dient als Schlüssel für den ePA-Zugriff des Versicherten, für die Online-Prüfung des Versicherungsstatus (VSDM) und zukünftig für weitere TI-Anwendungen wie das E-Rezept und die digitale Identität.

Das eGK-Update aus Praxissicht betrifft primär die Lesegeräte: Praxen müssen eHealth-Kartenterminals der neuesten Generation (stationär oder mobil) einsetzen, die neben der klassischen Chipkarte auch kontaktlose NFC-Lesevorgänge unterstützen. Ältere Terminals, die nur KVDT-kompatible Lesevorgänge unterstützen, müssen ausgetauscht werden. Die Kosten für ein aktuelles eHealth-Terminal liegen bei 200 bis 400 Euro.

Aus Sicht der Versicherten erhalten Patienten von ihrer Krankenkasse automatisch eine neue eGK mit erweitertem Chip. Praxen müssen keine aktive Kommunikation mit Patienten anstoßen, sollten aber sicherstellen, dass ihre Praxissoftware die neuen eGK-Daten korrekt einliest und die VSDM-Onlineprüfung funktioniert.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern, TI-Ausfälle und Datenpannen bei der Digitalisierung nicht als rein technisches Problem zu betrachten. Cyberversicherungen für Arztpraxen schützen vor den finanziellen Folgen von Datenpannen, Systemausfällen und Ransomware-Angriffen, die in vernetzten Praxen zunehmend vorkommen.

Quellen und weiterführende Informationen

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