ETF-Portfolios sind für Ärzte eine der beliebtesten Anlageformen, da sie kostengünstig, transparent und breit diversifiziert sind. Mit einem monatlichen Sparplan lässt sich langfristig erhebliches Vermögen aufbauen, ohne aufwendiges aktives Management.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • ETFs auf den MSCI World oder MSCI ACWI ermöglichen breite globale Diversifikation mit einer einzigen Position
  • Kosten (TER) unter 0,2 % sind für breite Welt-ETFs heute Standard
  • Für Ärzte mit hohem Einkommen können Ausschüttungs-ETFs steuerlich ungünstiger sein als Thesaurierer

Ausführliche Antwort

Ein einfaches ETF-Portfolio für Ärzte besteht häufig aus einem Welt-ETF (MSCI World oder MSCI ACWI), der mehr als 1.500 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern enthält. Ein solches Portfolio hat historisch gesehen eine durchschnittliche Jahresrendite von 7 bis 9 % erzielt (vor Steuern, nach Inflation ca. 5 bis 6 %).

Für Ärzte mit hohem Einkommen ist die steuerliche Optimierung wichtig: Thesaurierende ETFs (die Dividenden automatisch reinvestieren) sind aus Steuersicht oft besser als ausschüttende ETFs, da keine sofortige Steuerpflicht auf Ausschüttungen entsteht. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2026, Einzelperson) schützt die ersten Kapitalerträge von der Steuer.

Ein bewährtes Zwei-ETF-Portfolio für Ärzte kombiniert einen MSCI World ETF (z. B. iShares Core MSCI World) für Industrieländer mit einem MSCI Emerging Markets ETF für Schwellenländer im Verhältnis 70 zu 30. Dieses Portfolio deckt nahezu den gesamten globalen Aktienmarkt ab und hat eine durchschnittliche Gesamtkostenquote (TER) von unter 0,2 % jährlich.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzte mit sehr hohem Einkommen sollten prüfen, ob ein ETF-Portfolio sinnvoll mit einer Rürup-Rente kombiniert werden kann, um die Steuerlast zu reduzieren. Ärzteversichert koordiniert bei Bedarf Anlage- und Versicherungsstrategie, damit ETF-Depot und Absicherungsportfolio aufeinander abgestimmt sind.

Quellen und weiterführende Informationen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →