Die Facharztprüfung ist ein mündliches Kolloquium vor einer Prüfungskommission der zuständigen Landesärztekammer und stellt den letzten formalen Schritt der ärztlichen Weiterbildung dar. Eine strukturierte Vorbereitung über mehrere Monate erhöht die Erfolgsquote deutlich.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Prüfung wird vor einer dreiköpfigen Kommission der Landesärztekammer abgelegt
  • Vorbereitungszeit von mindestens drei bis sechs Monaten wird empfohlen
  • Fachgesellschaften und Berufsverbände bieten spezifische Repetitorien an

Ausführliche Antwort

Die Facharztprüfung setzt den vollständigen Nachweis der Weiterbildungszeit sowie die Beurteilung durch den Weiterbildungsermächtigten voraus. Die Prüfung dauert je nach Fachgebiet zwischen 30 und 60 Minuten und prüft sowohl klinisches Wissen als auch praktische Kompetenz. Bewertet wird nach einem strukturierten Kriterienkatalog der jeweiligen Landesärztekammer.

Zur Vorbereitung empfehlen Prüfungsabsolventen folgende Strategien: Erstens das Durcharbeiten der Weiterbildungsordnung und der zugehörigen Kompetenzliste, damit klar ist, was geprüft werden kann. Zweitens die regelmäßige Teilnahme an internen Fallbesprechungen, Mortalitäts- und Morbiditätskonferenzen sowie Fortbildungen während der Weiterbildungszeit. Drittens die Nutzung von Repetitorien der jeweiligen Fachgesellschaft, die es für die meisten Fachgebiete gibt.

Wichtig ist auch die formale Seite: Der Prüfungsantrag muss mit allen Nachweisen der absolvierten Weiterbildungszeiten, Unterschriften der Weiterbildungsermächtigten und ggf. Nachweisen über Pflichtrotationen vollständig eingereicht werden. Fehlende Dokumente führen zu Prüfungsverschiebungen.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Assistenzärzte kurz vor der Facharztprüfung sollten prüfen, ob ihre Weiterbildungszeiten lückenlos dokumentiert sind und alle Pflichtrotationen abgeleistet wurden. Ärzteversichert empfiehlt, parallel zur Prüfungsvorbereitung auch den Versicherungsschutz zu überprüfen, da mit dem Facharzttitel oft neue Tätigkeiten und damit neue Haftungsrisiken entstehen.

Quellen und weiterführende Informationen

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